13/07/2026
Älter als die Dinosaurier 😊
Jetzt in einer Ferienwohnung. 🤷♂️
Ursprünglich stammt das kleine, silbrig-graue Insekt vermutlich aus wärmeren Regionen, doch seit 2007 gilt es in Deutschland als fest etabliert – vermutlich eingeschleppt über Verpackungen und den globalen Warenverkehr.
Anders als sein bekannterer Verwandter, das Silberfischchen, braucht das Papierfischchen keine feuchten Bäder oder Keller. Normale Zimmertemperatur von 20 bis 22 Grad genügt ihm völlig, um sich in praktisch jedem Raum einer Wohnung oder eines Museums häuslich einzurichten.
Besonders unangenehm für Bücherliebhaber: Das Tier ernährt sich von Klebstoffen in Buchrücken, von Tapetenkleister, Pappe und sogar Fotopapier.
In Bibliotheken und Archiven hinterlässt es unregelmäßige Fraßlöcher und angeknabberte Oberflächen – ein echter Albtraum für Restauratoren.
Dabei ist das Papierfischchen erstaunlich zäh: Es wird bis zu sechs Jahre alt, häutet sich sein Leben lang immer wieder und kann sogar aktiv schwimmen, wenn es einmal ins Wasser fällt.
Und weil es – anders als seine lichtscheuen Verwandten – auch tagsüber unterwegs ist, bekommt man es öfter zu Gesicht, als einem lieb ist.
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