02/08/2026
Brandsanierung oder Marketing?
Man muss sich diese Leistungsbeschreibung einmal in Ruhe durchlesen.
Da werden Begriffe wie „Entgiftung“, „Geruchsneutralisation“, „Ozonbehandlung“, „Trockeneisreinigung“, „Hydroxylwirkstoffe“ oder „Brandreinigungsmittel“ aufgeführt. Das wirkt auf den ersten Blick hochprofessionell und vermittelt den Eindruck einer fachgerechten Brandsanierung.
Tatsächlich handelt es sich dabei jedoch überwiegend um Reinigungs- und Aufbereitungsmaßnahmen. Eine nachweisbare Neutralisation und Dekontamination der bei einem Fahrzeugbrand oder einer Rauchgasbeaufschlagung entstandenen Schadstoffe wird dadurch nicht automatisch erreicht.
Gerade nach Tiefgaragen- oder Gebäudebränden geht es nicht um Ruß oder Gerüche. Das eigentliche Problem sind die chemischen Rückstände der Brandgase, die sich auf und in nahezu allen Bauteilen ablagern. Werden diese nicht fachgerecht neutralisiert und dekontaminiert, können Feuchtigkeit und Zeit zu massiven Folgeschäden an Elektronik, Steckverbindungen und metallischen Bauteilen führen.
Eine umfangreiche Leistungsbeschreibung ersetzt deshalb keinen wissenschaftlich belegten Sanierungsprozess mit dokumentierter Neutralisation, Dekontamination und abschließender Freimessung bzw. Zertifizierung.
Wer einen Brandschaden beurteilt oder reguliert, sollte genau unterscheiden können zwischen einer Fahrzeugaufbereitung und einer fachgerechten Brandsanierung. Das schützt nicht nur den Fahrzeugwert, sondern vor allem die Gesundheit der späteren Nutzer.
Standard machen viele. Fachwissen macht den Unterschied.