30/12/2025
Oberputzheld on Tour – Berliner Spielplätze
Ich sitze da.
Und frage mich ernsthaft, wie krank normal hier alles geworden ist.
Berlin hat rund 1.900 öffentliche Spielplätze.
Gedacht für Kinder.
Benutzt von allen anderen.
Was dort laut Bezirksämtern ganz normal ist:
• 🚬 Zigarettenkippen überall. Häufigster Müll. Giftig. Trotzdem Alltag.
• 🍾 Glasscherben, Flaschen, Dosen. In manchen Bezirken 50–70 % des gesamten Mülls. Genau da, wo Kinder rennen.
• 💉 Spritzen und Drogenreste. Nicht selten. Nicht überraschend. Dokumentiert.
• 💩 Hundekot, Essensreste, Fäkalien. Ja, auch das.
• 🪵 Kaputte Spielgeräte, morsche Balken, Nägel, Graffiti auf Klettergerüsten.
• 🗑️ Illegaler Müll, weil es eh keinen mehr interessiert.
Und dann wundern wir uns, warum Spielplätze monatelang oder jahrelang gesperrt sind.
Einmal gesperrt - es passiert sehr lange nichts.
Die BSR?
Die macht ihren Job.
Aber sie kann das nicht allein retten.
135 Spielplätze werden intensiv gereinigt im Sonderprogramm Land Berlin bei fast 1.900 insgesamt. Kosten mehrere Millionen Euro.
Das ist kein Lösungsansatz. Das ist Schadensbegrenzung.
Was viele nicht hören wollen:
Spielplätze sind öffentlich.
Und genau deshalb werden sie beansprucht:
• als Trinkorte
• als Drogenplätze
• als Treffpunkte bis nachts
• als Niemandsland
Nicht aus Bosheit.
Sondern weil Grenzen fehlen und Verantwortung abgegeben wird. Und Zuständigkeiten unklar sind.
Und die Kinder?
Die stehen am Zaun.
Gucken rein.
Und lernen früh, dass ihre Räume die unwichtigsten sind.
Energie kann nicht raus.
Bewegung fällt weg.
Frust bleibt.
Und diese Energie verschwindet nicht.
Sie sucht sich andere Wege.
Und genau darüber regen wir uns später wieder auf.
Sauberkeit beginnt im Kopf.
Nicht bei Kindern.
Nicht bei der BSR.
Bei uns Erwachsenen,
die öffentlichen Raum wie einen Aschenbecher behandeln
und sich dann über die Folgen wundern.
⸻
BSR
KinderBrauchenRaum
Verantwortung